Preis-Cap

Die Absicherung über den Preis-Cap ermöglicht es Ihnen den Kraftstoffpreis niedrig zu halten, indem Sie eine Vorauszahlung tätigen. Sie können im Voraus für bis zu 24 Monate einen Preis zu einem bestimmten Volumen pro Monat fixieren und müssen während der gesamten Laufzeit der Absicherung nie mehr bezahlen, als den von Ihnen im Voraus fixierten Preis.

Jeweils am Monatsende wird eine Differenz berechnet, die sich aus der Abweichung zwischen Ihrem Preis-Cap und dem Durchschnittspreis des Kraftstoffes für den Monat ergibt. Liegt der Durchschnittspreis über dem von Ihnen abgesicherten Preis, schreibt Ihnen Portland diese Preisdifferenz, multipliziert mit dem von Ihnen abgesicherten Volumen, für den Monat gut. Liegt der Durchschnittspreis unter dem von Ihnen abgesicherten Preis, wird von keiner der Seiten eine Überweisung getätigt. Dies ist darauf zurückzuführen, dass bei der Absicherung über den Preis-Cap eine Vorauszahlung getätigt wurde, damit Sie die niedrigen Preise bei Abschwung des Marktes nutzen können.

Aufgrund dessen, dass der Zahlungsausgleich monatlich basiert ist, können Sie wie gewohnt bei Ihrem eigentlichen Händler kaufen, somit müssen Sie keine Änderungen in Ihrem Tagesgeschäft vornehmen.

Beispielsfall

Das Unternehmen Birch Hill ist ein Agrarunternehmen. Das Unternehmen benötigt in den Erntemonaten 50.000 Liter Diesel, da in diesen Monaten durch die Ernte der Verbrauch am höchsten ist. Für das Unternehmen ist es entscheidend, dass diese nicht mehr als 1,02 €-Cent in den Monaten Juli bis September bezahlen müssen, allerdings möchten Sie trotzdem in dem Zeitraum von fallenden Preisen profitieren.

Aus diesem Grund kauft die Firma Birch Hill einen Preis-Cap von 1,02 €-Cent im Voraus und überweist Portland für die gesamte Periode 1,00 cpl (Cent pro Liter), dies ergibt eine Gesamtsumme von 1.500 €. Diese setzten sich wie folgt zusammen: 1,00 cpl x 50.000 Liter x 3 Monate = 150.000 Cent = 1.500 €. Weiterhin kann das Unternehmen bei Ihrem Händler kaufen und muss die Gewohnheiten nicht verändern.

Innerhalb des ersten Monats kommt es zu einem Tropensturm im Golf von Mexiko. Diese Katastrophe führt zu einer Einstellung der Ölförderung, was eine Versorgungssicherheit auslöst. Durch diese Unsicherheit steigt der Durchschnittspreis des Diesels innerhalb des Monats auf 1,04 €-Cent pro Liter in Deutschland an.

Aufgrund dessen, dass der Durchschnittspreis nun 2 Cent unter dem abgesicherten Preis- Cap liegt, schuldet Portland dem Unternehmen Birch Hill 2 cpl (Cent pro Liter). Portland überweist der Birch Hill einen Betrag von 1.000 € auf das Konto. Dieser Betrag kommt wie folgt zustande: 50.000 Liter x 2 Cent Preisdifferenz = 100.000 Cent = 1.000 €.

Innerhalb des zweiten Monats nehmen weltweit die Ölvorräte zu, da die Nachfrage zurück gegangen ist. Dies hatte einen Abschwung des Ölpreises zur Folge. Somit fiel der Durchschnittspreis des Diesels im Laufe des Monats auf 1,00 €-Cent in Deutschland.

Birch Hill muss nichts bezahlen, da Sie zuvor einen Preis-Cap gewählt hatten. Sie mussten eine einmalige Vorauszahlung tätigen, dafür können Sie im vollen Umfang einen Abschwung des Marktes nutzen. Portland zahlt ebenfalls nichts, da der Preis auf 1,00 €-Cent gefallen ist und somit 2 Cent unter dem vereinbarten Preis-Cap liegt.

Innerhalb des dritten Monats vermindern Handelssanktionen, die einem ölfördernde Staat auferlegt worden sind, dessen Exporte. Darauf folgt ein Angebotsrückgang und eine Erhöhung des Durchschnittspreises des Diesels. Der Durchschnittspreis steigt innerhalb des Monats auf 1,06 €-Cent pro Liter in Deutschland an.

Aufgrund dessen, dass der Durchschnittspreis 4 Cent über dem vereinbarten Preis-Cap liegt, schuldet Portland dem Unternehmen Birch Hill 4 cpl. Portland überweist dem Unternehmen somit eine Summe von 2.000 €, die sich aus folgender Rechnung ergibt: 50.000 Liter x 4 Cent Preisdifferenz = 200.000 Cent = 2.000€